ALPINES WILDWASSERKAJAK

Strom aufwärts zum Finale

Zu allererst muss nach der Übergabe durch den Mountainbiker zur und durch die  Drau gesprintet werden. Dann erfolgt die erste wichtige Hürde – Kajak schnappen, Spritzdecke im Akkord schließen und sich aus einer Höhe von 7 Metern mit seinem Kajak in die Drau stürzen. Schon oft wurde das Material ein Opfer dieses Sprunges und diese Stelle somit Endstation für viele Staffeln. Gut in der Drau gelandet erwartet den Sportler eine fünf Kilometer lange Wildwasserregatta mit schwierigen Auswärtspassagen, die dem Sportler alles abverlangen. Zusätzlich stellt die ungewöhnliche Länge der Strecke – die Kajakfahrer sind über 30 Minuten auf dem Weg  – eine besondere Herausforderung für die Sportler da. Wenn die letzten Meter in der Isel bezwungen wurde müssen die Kajakfahrer mit ihrem Sportgerät  – dem Boot (!!!) – einen Zielsprint auf den Hauptplatz in Lienz hinlegen – kein einfaches Unterfangen nach den Anstrengungen im Wasser und vor allem mit kalten Beinen.

goesser

Streckenverlauf 2017

  • Warten (ohne Boot und Paddel, aber schon komplett adjustiert) auf den Mountainbiker am Fußballplatz Leisach

  • ABSCHLAG – Lauf zur Drau (Fluß) ca.150 m – Sprung in die Drau – schwimmend ans andere Ufer Lauf entlang des Kraftwerkskanals zum Bootslagerplatz (ca. 150 m) beim Umspannwerk

  • Einbooten auf der Rampe über dem Kraftwerkskanal

  • KLIPPENSTART: 7m freier Fall (zwingend durchzuführen)

  • 1. Aufwärtszone bei der ‚Leisacher-Brücke’

  • 1.000 Meter Regatta zum Slalom (ca. 15 Tore)

  • 2. Aufwärtszone ca. 200 m (ca. 3-4 Tore)

  • 3. Aufwärtszone beim Steg Dolomitenbad, anschließend Torkombination bei der Walze

  • Lauf vom Ausstieg inkl. Boot auf den Lienzer Hauptplatz inkl. der ganzen Ausrüstung

  • 1.300 m Regattastrecke bis zum Zusammenfluss Isel-Drau, links einbiegen, die Isel 300 m weit Aufwärtspaddeln, bis zum abgehängten Kontrolltor unter der Brücke. Tor durchfahren und erst dann darf ausgebootet werden. Ab hier den Katarakt umtragen (flussabwärtsgesehen rechts).

  • Einbooten und die im Iselkatarakt hängenden 4 bis 5 Tore nummernmäßig befahren

  • Linksufrig aussteigen und mit Boot und Paddel entlang des Ufer zur Einbootstelle von der aus man die letzte Aufwärtspassage in Angriff nimmt.

  • Gegen die Strömung  bis zur Fischwirtsbrücke, wo rechtsufrig ausgebootet werden muss Dann erfolgt noch ein Sprint mit der gesamten Ausrüstung (Boot und Paddel) über den Südtirolerplatz auf den Hauptplatz, wo sich das Ziel befindet. Es muss das gesamte Equipment ins Ziel mitgetragen werden, Hilfsmittel wie Räder am Boot sind untersagt und führen zur Disqualifikation!

  • ACHTUNG: Ab Höhe Libro ist die letzten Meter bis zum Ziel ein Teppich aufgerollt. Ab hier MÜSSEN die Boote gezogen werden. Es muss der Sportler vor dem Boot die Ziellinie passieren. Einen Verstoß gegen diese Regel führt zur Disqualifikation.

Bedingungen

  • Einheitliche Boote: maximale Länge 380 cm und min.15 kg (fragliche Bootstypen können der Jury schon früher zur Begutachtung vorgelegt werden)

  • Material: HTP oder PE (Serien-Boote), KEIN KEVLAR, KEINE KOHLE, KEIN POLYESTER!!!!! KEIN KIEL!!! (z.B. Perception Wavehopper)

  • Keine Adaptierungen am Boot wie zB. Räder, Boot muss im Originalzustand sein

  • Bei Fragen zum Boot oder sonstigen Fragen zur Strecke: Günther Oberwalder – 0043/(0)664 8297041

  • Jeder Kanute hat eine Schwimmweste die den ICF-Regeln entspricht zu tragen!! Ebenso Pflicht ist ein Helm und geeignetes Schuhwerk (barfüßig ist verboten, Verletzungsgefahr beim Laufen). Fremdhilfe ist strengstens untersagt!

  • Alle Boote müssen vor dem Bewerb durch die Rennleitung kontrolliert und für den Start freigegeben werden (Länge und Gewicht). DIE KONTROLLE DER BOOTE IST FÜR EINEN START VERPFLICHTEND !!!

  • Die Boote können ab 7:30 Uhr zur Bootskontrolle gebracht werden. Erst nach bestandener Kontrolle, dürfen die Boote im Startbereich deponiert werden. Keine Bootsablage über Nacht!!!

  • Beim Sprung muss einzeln gesprungen werden. Wer auf der Rampe als Erster die Spritzdecke geschlossen hat, bekommt den Vorrang beim „Klippenstart“. Die Spritzdecke MUSS IMMER geschlossen sein.

  • Alle Tore müssen nummernmäßig befahren werden. Rote Tore bedeuten Aufwärtstore (gegen die Fließrichtung zu befahren), grüne Tore bedeuten Abwärtstore (in Fließrichtung zu befahren). Die Tore sind so gesetzt, dass auch Durchschnittspaddler den Kurs ohne größere Probleme bewältigen können.

  • Es sind nicht bei allen Toren zwei Torstangen eingehängt. Dort wo nur eine Torstange hängt, muss das Tor immer an jener Seite der Stange durchfahren werden, an welcher die Nummer befestigt ist.

  • Nach dem Zieleinlauf können die Boote im Bereich der Bühne deponiert werden. Dort sind diese bis 16:30 Uhr abzuholen. Erfolgt keine rechtzeitige Abholung wird das Boot vom Kajakclub Osttirol verwahrt und kann gegen eine Betrag von €100,- ausgelöst werden. Dieser Betrag wird zu 100% der Jugendförderung des Kajakclub Osttirol zur Verfügung gestellt.

  • Bei leichter Berührung einer Torstange droht keine Strafe! Als Torfehler gewertet wird es allerdings wer eine Stangeabsichtlich in die Hand nimmt oder eine Torstange bewusst wegschlägt. Es gilt die gedachte senkrechte Linie der Torstangenaufhängung (Querbalken). Innerhalb dieser muss sich der Paddler bewegen.

  • Sollte einem Athleten auf der Strecke ein Paddel brechen, so kann ihm ein Ersatzpaddel gereicht werden (durch eigenen Betreuer).

Infos

  • WASSERRETTUNG ist an allen kritischen Stellen postiert.

  • Die Bestzeit des Bewerbes ist ca. 35 Minuten. Durchschnittsfahrer benötigen ca.15-30 Minuten länger. Schwierigkeitsgrad: max.: WW 4

  • Tipp: Immer Blickkontakt zu den Torrichtern suchen (tragen Warnwesten), um sicher zu gehen, dass man die Tore richtig durchfahren hat.

  • Das Training erfolgt ausschließlich auf Risiko jedes Teilnehmers. Die Strecke ist nur zur Besichtigung freigegeben!!

Regeln

Die Tore müssen in der korrekten Richtung mit dem ganzen Kopf und einem Teil des Bootes befahren werden. Alle Tore im Iselkaterakt müssen regelkonform befahren werden, ansonsten droht die Disqualifikation. Alle Aufwärtszonen werdenvon unten nach oben befahren (einfach den Nummern folgen). Bei Torfehler, Anzeige durch rotes Signal und Pfiff des Torrichters, muss das verpassteTor erneut durchfahren werden (zurücktragen und neu einbooten). Alle Aufwärtszonen sind so verblockt, dass ein Aufwärtspaddeln von Kehrwasser zu Kehrwasser möglich ist. Nach drei erfolglosen Versuchen von einem Kehrwasser zum nächsten zu gelangen, ist ein Umtragen des Kehrwassers erlaubt, allerdings nur von einem Kehrwasser zum Nächsten. Die Spritzdecke muss jedes Mal geschlossen werden. Fremdhilfe jeglicher Art ist untersagt, bei Verstoß folgt die Disqualifikation! Kontrollposten!

Bildergalerie

Videos

Teilnehmerliste / Participant List
Red Bull Dolomitenmann 2017

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